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Rückstufung des Versicherungsvertrags

Wer unfallfrei fährt und keine Leistungen aus der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung in Anspruch nimmt, bekommt von der Versicherung einen Schadensfreiheitsrabatt eingeräumt. Das bedeutet, die zu zahlende Versicherungsprämie verringert sich mit der Zeit. Der Schadensfreiheitsrabatt kann durch einen Schadensfall ganz oder teilweise verloren gehen. Im Falle eines Schadens wird der Versicherungsvertrag schon bei Eingang der Schadensmeldung, also vor einer möglichen Schadensregulierung durch die Versicherung, (vorläufig) zurückgestuft. Es ist dann eine erhöhte Versicherungsprämie zu zahlen. In welcher Höhe die Versicherungsprämie sich auf Grund des Schadensfalls erhöht, ist regelmäßig in den Versicherungsbedingungen geregelt.

Die Rückstufung des Versicherungsvertrags, und somit die Erhöhung der Versicherungsprämie, wird komplett rückgängig gemacht, wenn wegen des Schadens keine Versicherungsleistungen erfolgen, etwa weil sich später herausstellt, dass der Schaden allein von dem Unfallgegner verursacht wurde. Die Rückstufung der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung nach erfolgter Schadensregulierung durch die Versicherung kann vermieden werden, indem der Versicherungsnehmer der Versicherung die für die Schadensregulierung erbrachten Entschädigungsleistungen freiwillig erstattet.

Bei Entschädigungsleistungen bis zu 500 EUR ist die Versicherung verpflichtet, den Versicherungsnehmer über den Abschluss der Regulierung und die Höhe des erforderlichen Erstattungsbetrages zu unterrichten. Ob es sich für den Versicherungsnehmer lohnt, einen Schaden selbst zu tragen, oder ob es billiger ist, die Rückstufung des Versicherungsvertrags und somit eine Erhöhung der Prämie hinzunehmen, muss für jeden konkreten Einzelfall berechnet werden.


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