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Rechtsanwalt und Haftpflichtversicherer

Ein Rechtsanwalt ist grundsätzlich besser dazu in der Lage, mit dem Haftpflichtversicherer zu korrespondieren und zu verhandeln, als der Geschädigte oder der Versicherungsnehmer selbst. Das gilt sowohl in Bezug auf den eigenen Haftpflichtversicherer als auch in Bezug auf den gegnerischen Haftpflichtversicherer. In Bezug auf den eigenen Haftpflichtversicherer geht es in erster Linie darum, diesen über den Versicherungsfall und über die Folgen des Schadensereignisses zu unterrichten, damit über eine etwaige Erfüllung von Ansprüchen Dritter entschieden werden kann. Hierbei kann zwar ein Rechtsanwalt behilflich sein.

Zu beachten ist aber, dass der Haftpflichtversicherer selbst „Herr des Regulierungsgeschehens“ ist. Als solcher prüft er die erhobenen Ansprüche und beauftragt selbst einen Rechtsanwalt, soweit er dies für sachgerecht hält. Der Versicherungsnehmer ist also insoweit nicht für die Beauftragung eines Rechtsanwalts zuständig. Die durch die (eigenmächtige) Beauftragung eines Rechtsanwalts durch den Versicherungsnehmer insoweit anfallenden Anwaltsgebühren werden vom Haftpflichtversicherer auch nicht übernommen. Auch eine möglicherweise bestehende Rechtsschutzversicherung des Versicherungsnehmers kommt für die insoweit anfallenden Anwaltsgebühren nicht auf. Folglich muss ein Versicherungsnehmer (Kfz-Haftpflicht), der nach einem Schadensereignis einen Rechtsanwalt mit der Abwehr von Schadensersatzansprüchen beauftragt, die dadurch entstehenden Anwaltsgebühren selbst tragen, weil weder Kfz-Haftpflichtversicherung noch Rechtsschutzversicherung diese Kosten übernehmen.

Im Verhältnis zum gegnerischen Haftpflichtversicherer geht es darum, die eigenen Ansprüche nach einem Verkehrsunfall geltend zu machen und durchzusetzen. Sofern der Geschädigte damit einen Rechtsanwalt beauftragt, müssen die insoweit nach der gesetzlichen Gebührenordnung der Rechtsanwälte anfallenden Gebühren von dem gegnerischen Haftpflichtversicherer getragen werden, soweit dieser zum Schadensersatz verpflichtet ist. Soweit eine Rechtschutzversicherung besteht, tritt auch die Rechtsschutzversicherung regelmäßig ein. Dies spielt z.B. eine Rolle, wenn der gegnerische Haftpflichtversicherer nur eine geringere Schadensersatzleistung erbringt, als von dem Rechtsanwalt ursprünglich geltend gemacht wurde. Aus Sicht des Rechtsanwalts bei strafzettel.de ist es grundsätzlich zu empfehlen, mit der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen nach einem Verkehrsunfall einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Es handelt sich schließlich bei der Regulierung von Unfallschäden um eine nur schwer überschaubare Spezialmaterie.

Bei der Schadensregulierung sind regelmäßig nicht nur die konkreten Umstände des Einzelfalles zu beachten, sondern darüber hinaus auch umfangreiche gesetzliche Bestimmungen und die zu den einzelnen Teilfragen ergangene Rechtsprechung.


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