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Wann sollte der Anwalt beauftragt werden?

Allgemein ist es für den Mandanten das Beste, wenn er so früh wie möglich einen Rechtsanwalt befragt und mit senier Verteidigung beauftragt . Dann sind die für ihn bestehenden Möglichkeiten, auf den Geschehensablauf einzuwirken umso größer. Andererseits kann auch bei der Erteilung des Anwaltsauftrags die Devise gelten „Lieber spät, als gar nicht“.

Dies sind allgemeine Aussagen, bei denen nicht die Umstände des Einzelfalls berücksichtigt werden können. Aber es ist allgemein eben so, dass der Rechtsanwalt am besten tätig werden kann, insbesondere in Strafverfahren, wenn die Ermittlungsakte noch weitgehend leer ist. Sofern der Beschuldigte noch nichts zur Sache gesagt hat, kann der Rechtsanwalt sich zunächst Akteneinsicht verschaffen, um so in Erfahrung zu bringen, welchen Kenntnisstand die Verfolgungsbehörde hat.

Wichtig für den Verteidiger ist es zu wissen, ob und welche Beweismittel vorhanden sind, die den Beschuldigten belasten. Sofern solche Beweismittel nicht vorhanden sein sollten, ist dies für eine erfolgreiche Verteidigertätigkeit günstig. Dann wäre es ungünstig, wenn der Beschuldigte sich durch eine unüberlegte Äußerung, die nach seiner Einschätzung vielleicht sogar eine gute Ausrede darstellt, sich praktisch zum Beweismittel gegen sich selbst macht. Auch hier ist zu betonen, dass jeder, gegen den sich ein Verfahren richtet, sei es ein Bußgeld- oder ein Strafverfahren, dazu berechtigt ist, zu dem erhobenen Vorwurf zu schweigen, sich also nicht zur Sache zu äußern.

Der Rechtsanwalt bei strafzettel.de empfiehlt dem Beschuldigten allgemein, von diesem Schweigerecht auf jeden Fall zunächst Gebrauch zu machen.

Erst nachdem der Rechtsanwalt Akteneinsicht hatte und somit beurteilen kann, ob eine Stellungnahme des Beschuldigten sinnvoll sein könnte, ist für den Beschuldigten daran zu denken sich zur Sache zu äußern. Es ist allgemein auch darauf hinzuweisen, dass es nicht hilfreich ist, wenn der Beschuldigte sich als „anständigen Kerl“ darstellt, und die vorgeworfene Tat unter großem Bedauern und unter Gelobung der Besserung zugibt. Dies mag zwar das Gewissen erleichtern. Es bringt aber bei der Sanktion der Tat, also bei der Bemessung der Geldbuße oder Strafe nach Einschätzung des Rechtsanwalts bei strafzettel.de keinerlei „Bonus“. Das Einzige, was ein solches Verhalten mit Sicherheit bringt, ist die Verurteilung.

Der Rechtsanwalt bei strafzettel.de empfiehlt also zum Zeitpunkt für die Beauftragung des Rechtsanwalts: „So früh wie möglich.“ Sofern der Zeitpunkt einmal verfrüht sein sollte, wird der Rechtsanwalt dies erkennen und dem Mandanten mitteilen. Verfrüht wäre es möglicherweise, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, solange noch gar keine Kenntnis von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens besteht.


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