Startseite Kfz.-Reparatur Umfang des Reparaturau... 

Umfang des Reparaturauftrags

Eine wichtige Frage im Zusammenhang mit Reparaturaufträgen ist die Frage nach dem Umfang des erteilten Reparaturauftrags. Vom Umfang des Auftrags hängt es ab, welche Arbeiten der Unternehmer, also die Werkstatt, durchführt, und wie hoch die Reparaturkosten sind. Damit im Zusammenhang stehen weitere Fragen, etwa die Frage, ob die von dem Unternehmer erbrachte Leistung mangelhaft ist oder nicht, und die weitere Frage nach etwaigen Gewährleistungs- oder sonstigen Ansprüchen des Auftraggebers/ Kunden.

Die Frage nach dem Umfang des erteilten Reparaturauftrags ist danach zu beurteilen, was zwischen dem Kunden und der Werkstatt vereinbart wurde. Der Inhalt des abgeschlossenen (Werk-) Vertrags ist also zu ermitteln. Der Inhalt des Vertrags ist für sämtliche Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem Reparaturauftrag von Bedeutung. Es ist daher für denjenigen, der im Zusammenhang mit dem Reparaturauftrag eine Rechtsposition einnimmt oder einen Rechtsanspruch geltend macht sehr hilfreich, wenn er klar angeben und gegebenenfalls auch beweisen kann, welchen konkreten Inhalt der Reparaturauftrag hat.

Es empfiehlt sich daher, den Vertragsinhalt beim Reparaturvertrag genau und schriftlich festzulegen. Sofern dabei ein von der Werkstatt formuliertes Formular verwendet wird, sollte der Kunde sich durchaus die Zeit nehmen, das Formular gründlich durchzulesen, einschließlich der Rückseite. Sofern dabei auffällt, dass der vorgelegte Vertrag einen anderen als den vom Kunden gewünschten Inhalt hat, sollte der Kunde auf eine Abänderung des Vertrags bestehen. Dies kann z.B. dadurch erfolgen, dass in dem Formular an passender Stelle („sonstige Vereinbarungen“ o.ä.) eine handschriftliche Ergänzung eingefügt wird. Wenn der Unternehmer dazu nicht bereit ist, sollte der Vertrag nicht abgeschlossen werden. Ein schriftlicher Vertrag ist gut geeignet, über den Inhalt des abgeschlossenen Vertrags und somit über den Umfang des Reparaturauftrags Auskunft zu geben.

Ein schriftlicher Vertrag kann im Falle eines Falles auch als Beweismittel in einem Rechtsstreit dienen.

Sofern ein mündlicher Vertrag über die durchzuführende Reparatur abgeschlossen wird, ist auch der mündliche Vertrag mit einem genau bestimmten Inhalt abzuschließen. Es ist dann mündlich festzulegen und zu vereinbaren, welche Arbeiten im einzelnen ausgeführt werden sollen und zu welchem Preis. Die durchzuführenden Arbeiten sind genau zu bezeichnen. Ein mündlicher Auftrag hat den Nachteil, dass er nicht einfach herausgeholt oder vorgelegt werden kann, um den Vertragsinhalt zu ermitteln. Wenn es Streit über den Vertragsinhalt gibt, behauptet jede Vertragspartei in der Regel etwas anderes als die andere Partei. Dann treten erhebliche Beweisprobleme auf. Diese können dadurch zumindest abgemildert werden, dass der Vertrag in Gegenwart eines Zeugen abgeschlossen wird. Der Zeuge kann dann später im Falle eines Streits „Beweismittel“ sein.


« Rechtsnatur des Reparaturauftrages | Höhe der Vergütung »
   
in Kooperation mit verkehrsportal.de Druckversion anzeigen