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Tipps für die Reparatur

Die Praxis zeigt, dass bei der Erteilung und Durchführung von Reparaturaufträgen die unterschiedlichsten Probleme auftreten können. Nachfolgend werden typische Probleme aufgezeigt, jeweils mit einem Hinweis, wie man sich verhalten kann, um das Problem nach Möglichkeit zu vermeiden.

Umfang der Reparatur
Es kommt oft vor, dass der Besteller nach durchgeführter Reparatur hinsichtlich des Umfangs der durchgeführten Arbeiten eine Überraschung erlebt, weil mehr Leistungen erbracht wurden, als aus Sicht des Bestellers in Auftrag gegeben waren. Entsprechend ist dann oftmals die in Rechnung gestellte Vergütung höher, als von dem Besteller erwartet.

Hinweis: Um einen Streit über den Umfang des Reparaturauftrags nach Möglichkeit zu vermeiden, sollte ein schriftlicher Reparaturauftrag erteilt werden. Die durchzuführenden Arbeiten sollten im einzelnen aufgeführt sein. Auf keinen Fall sollte ein pauschaler Auftrag "Bringen Sie bitte alles in Ordnung" erteilt werden.


Streit über die Höhe der Vergütung
Zu Unstimmigkeiten über die Höhe der Vergütung kommt es, wenn entweder mehr Leistungen berechnet werden als beauftragt waren, oder wenn eine unerwartet hohe Vergütung geltend gemacht wird.

Hinweis: Auch die Höhe der Vergütung sollte ausdrücklich und schriftlich vereinbart werden. Bei umfangreicheren Reparaturarbeiten sollte vor Erteilung des Reparaturauftrags ein schriftlicher Kostenvoranschlag eingeholt werden. Der Unternehmer darf dann nicht ohne Rücksprache mit dem Besteller wesentlich von dem in dem Kostenvoranschlag vorgesehenen Leistungsumfang abweichen. Sinnvollerweise sollte auch vereinbart werden, dass der Unternehmer eine beabsichtigte Abweichung von dem Leistungsumfang des Kostenvoranschlags nur nach Rücksprache mit dem Besteller vornehmen darf.


Herausgabe des Fahrzeugs/ Fahrzeugscheins
Bei Unstimmigkeiten über die Vergütung oder den Leistungsumfang verweigert mancher Unternehmer die Herausgabe des Fahrzeugs und des Fahrzeugscheins, wenn nicht der Besteller sich der Meinung des Unternehmers anschließt und die volle Vergütung zahlt.

Hinweis: In einer solchen Situation kann der Besteller zunächst die volle Vergütung an den Unternehmer zahlen, um sein Fahrzeug herauszubekommen. Allerdings sollte noch vor Ort in Zeugengegenwart oder schriftlich mit Bestätigung des Unternehmers ein Vorbehalt erklärt werden, wonach sich der Besteller vorbehält, einen überzahlten Betrag zurückzufordern und wegen etwaiger Schlechterfüllung durch den Unternehmer Schadensersatz- und/ oder Gewährleistungsansprüche geltend zu machen. Mit der Durchsetzung der Ansprüche des Bestellers kann sinnvollerweise ein Rechtsanwalt beauftragt werden.


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