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Kritik an der MPU

Die medizinisch-psychologische Untersuchung wird in vielfacher Hinsicht kritisiert. Dabei sind zahlreiche kritische Anmerkungen durchaus berechtigt. Natürlich wird der Betroffene einer MPU-Anordnung ohnehin dazu neigen, die MPU zu kritisieren. Berechtigte Kritik kommt aber auch aus hochqualifizierten Fachkreisen. Kritisiert wird z.B., dass von dem Betroffenen verlangt werde, eine Geschichte zu erfinden, damit der Gutachter zu einer positiven Einschätzung der Eignungsfrage gelangt. Dies kann teilweise zutreffen. Bemängelt wird auch die teilweise angeblich von den Gutachtern an den Tag gelegte „Selbstherrlichkeit“, damit ist gemeint, dass der Betroffene sich im Rahmen des MPU Gesprächs manchmal wie ein Schwerkrimineller behandelt fühlt.

Es wird auch behauptet, dass der Verlauf des Begutachtungsgesprächs und der Inhalt des späteren Gutachtens so sehr voneinander abwichen, dass man denken könnte, der Gutachter habe einen ganz anderen Betroffenen begutachtet. Die Wiedergabe des von dem Betroffenen Gesagten soll teilweise unpräzise oder gar sinnentstellend oder falsch sein. Kritisiert wird auch die wirtschaftliche Verflechtung der MPU-Begutachtungsstellen und derjenigen Stellen, bei denen kostenpflichtige Kurse angeboten werden, deren Besuch manchmal zur Voraussetzung für die positive Eignungsprognose gemacht wird. Der Vorwurf lautet insoweit sinngemäß auf „doppeltes Abkassieren“, indem der Betroffene nicht nur für die eigentliche MPU zur Kasse gebeten wird, sondern zusätzlich noch einmal wegen eines Kurses, den er nach dem MPU-Gutachten besuchen muss, um seine Fahreignung wiederherzustellen. Solche Vorwürfe können ihre Berechtigung haben, selbst wenn bei rein juristischer Betrachtung keine Identität der jeweiligen Kursanbieter besteht.

Nach Ansicht des Rechtsanwalts bei strafzettel.de werden viele Umstände im Zusammenhang mit der MPU zu Recht kritisiert. Dies hat zur Folge, dass sich entsprechende Interessengruppen gebildet haben, deren Ziel es ist, die MPU zu verbessern oder zumindest über die Probleme und Missstände aufzuklären (siehe hierzu im www: baf-ev.de). Es ist und bleibt aber bis auf weiteres so, dass der Betroffene sich mit den jeweils gegebenen Umständen der MPU in seinem konkreten Fall abfinden muss. Bei praktischer Betrachtung sollte daher nicht an der MPU als solcher herum genörgelt werden, weil dies nicht zu dem Ziel eines positiven Gutachtens verhilft. Stattdessen ist der Rechtsanwalt bei strafzettel.de der Ansicht, dass es darum gehen muss, wie der von der MPU Betroffene sich unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen der MPU so verhält, dass er nach Möglichkeit ein positives Gutachten bekommt. Sofern dies nicht erreicht werden kann ist die Tätigkeit des Rechtsanwalts bei strafzettel.de darauf ausgerichtet, den Ablauf des Verwaltungsverfahrens über die (Neu-) Erteilung der Fahrerlaubnis im Interesse des Mandanten zu lenken.

Schließlich ist im Zusammenhang mit der MPU und der Vorbereitung auf dieselbe zu erwähnen, dass es viele unseriöse Anbieter von MPU-Vorbereitungsmaßnahmen gibt. Dieses Thema ist eine Wissenschaft für sich. Vorsicht ist aber grundsätzlich geboten, wenn irgendwelche „Garantien“ abgegeben werden. Dies garantiert meist allein, dass der Betroffene dem entsprechenden Anbieter so lange dessen Leistungen bezahlen darf, bis er ein positives Gutachten bekommt.


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