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Bedeutung der Verjährung

In § 194 des Bürgerlichen Gesetzbuchs heißt es wörtlich: „Das Recht, von einem anderen ein Tun oder ein Unterlassen zu verlangen (Anspruch), unterliegt der Verjährung.“ Diese Vorschrift gilt ganz allgemein für Ansprüche. Dabei bezeichnet die Verjährung den Zeitablauf, der für den Verpflichteten das Recht begründet, die Leistung zu verweigern. Beispiel: Wenn jemand von einem anderen die Zahlung eines Geldbetrags, zum Beispiel als Kaufpreis, verlangen kann, so tritt nach einer gewissen Zeit allein durch das Verstreichen der Zeit die Verjährung des Kaufpreisanspruchs ein. Ist die Verjährung erst einmal eingetreten, so kann derjenige, der eigentlich zahlen müsste, die Verjährungseinrede erheben. Sofern ein Anspruch verjährt ist, kann derjenige, der den Anspruch eigentlich erfüllen müsste, zu Recht die Leistung verweigern mit dem Hinweis auf die eingetretene Verjährung.

Selbst eine Klage hilft dann demjenigen, der den Kaufpreis zu bekommen hat, nicht weiter. Der Gedanke, der hinter der Verjährung steht, ist der Wunsch des Gesetzgebers, dass irgendwann „Rechtsfriede“ eintreten möge. Irgendwann soll Schluß sein, es muß irgendwann Rechtssicherheit eintreten. Es ist nicht erwünscht, dass man bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag Ansprüche geltend machen kann.


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