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Messverfahren

Bei der Ermittlung von Geschwindigkeitsüberschreitungen, also bei der Messung der Fahrgeschwindigkeit von Fahrzeugen, werden zahlreiche, unterschiedliche Messverfahren angewendet. Es gibt z.B. Lasermessungen, Radarmessungen, Messungen durch Nachfahren, Spiegelmessverfahren, Weg-Zeit-Messungen, Lichtschrankenverfahren und Koaxialkabelverfahren.

Innerhalb der verwendeten Messverfahren gibt es wiederum unterschiedliche Gerätetypen, die sich in Ausstattung und Funktionsweise unterscheiden. Es kann also nicht allgemein von Geschwindigkeitsmessungen gesprochen werden, wenn es in einem konkreten Bußgeldverfahren darum geht, ob eine Geschwindigkeitsüberschreitung begangen wurde oder nicht. Vielmehr muß jeweils zunächst ermittelt werden, welches Messverfahren und welcher Gerätetyp bei der Geschwindigkeitsmessung zu Anwendung gekommen sind. Davon hängt es ab, welche Umstände möglicherweise zu einer Fehlmessung geführt haben könnten. Die Umstände, die zu einem nicht verwertbaren Messergebnis führen können sind so zahlreich, dass sie hier nicht umfassend behandelt werden können. Um ein paar Beispiele zu nennen können der Messwinkel des Radarstrahls bei der Radarmessung, das Vorhandensein etwaiger metallischer Reflektoren oder auch eine zu große Entfernung zwischen Messgerät und Messobjekt genannt werden.

Allgemein kann gesagt werden, dass die Technik auch im Bereich der Geschwindigkeitsmessung nicht stillsteht. Es werden immer bessere Messmethoden und Messgeräte entwickelt. Während früher einfache Messverfahren angewendet wurden, werden heute sogenannte Mehrfachmessungen vorgenommen. Dabei erfolgt nicht lediglich eine einzelne Messung der Fahrgeschwindigkeit, sondern es werden unterschiedliche Messungen von ein und demselben Fahrzeug vorgenommen. Sofern die dabei ermittelten Einzelwerte erheblich voneinander abweichen, wird die Messung automatisch von dem Messgerät als unbrauchbar eingestuft und verworfen. Auf Grund einer verworfenen Fehlmessung kommt es gar nicht erst zu der Einleitung eines Bußgeldverfahrens.

Die zur Geschwindigkeitsmessung verwendeten technischen Geräte müssen den Vorschriften des Eichgesetzes und der Eichordnung entsprechen. Die Eichung eines Geschwindigkeitsmessgeräts bleibt danach bis zum Ablauf des auf die Eichung folgenden Kalenderjahres gültig.


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